HSB beendet nach 59 Jahren Busverkehr nach Bruchköbel

Am 31. Mai 2009 ist es soweit: Die Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) beendet als Konzessionärin die Bedienung der Buslinie zwischen Bruchköbel und Hanau. Eine über mehrere Jahrzehnte sehr gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Bruchköbel, der HSB und seit Gründung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH (KVG) geht damit für diese Buslinie zu Ende.

Für die Fahrgäste bleibt zunächst weitgehend alles beim Alten. Denn es sind weiter die rot-gelben Busse der HSB im gewohnten Fahrplan und mit dem elektronischen Bezahlsystem >>get in<< zwischen Hanau und Bruchköbel unterwegs. Die HSB unterstützt die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Heuser / Rack / Stroh, die vom 1. Juni an die Buslinie MKK-33 eigenverantwortlich bedient, bis November 2009 auch mit Fahrpersonal. Die ARGE hat sich durch einen im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) zugelassenen Genehmigungswettbewerb gegen die Südhessenbus GmbH mit dem besseren und für die Stadt Bruchköbel preisgünstigeren Angebot durchgesetzt.

Seit Oktober 1950 bediente die HSB von Hanau aus den heutigen Bruchköbeler Stadtteil Roßdorf. Die Linien nach Bruchköbel verstand die HSB immer als zum Grundnetz der Stadt Hanau gehörig.
Mit Einführung des RMV im Jahr 1995 setzte allmählich ein Wandel ein. Das Land Hessen setzte auf den Wettbewerb im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und auf eine stärkere Rolle der Aufgabenträger (Gebietskörperschaften) bei der Ausgestaltung der ÖPNV-Angebote. Neue Kriterien wurden verpflichtend: Wenn eine Kommune eine ÖPNV-Leistung wünscht, muss sie diese bestellen und bezahlen.

Der Wettbewerb im ÖPNV war am Ende ausschlaggebend dafür, dass die HSB sich nicht mehr für eine Verlängerung der Konzession zwischen Bruchköbel und Hanau bewerben wollte. Die EU-Kriterien lassen bei Stadtverkehren wie in Hanau auch unter Berücksichtigung bestimmter Auflagen eine Wiederbeauftragung ohne Ausschreibung zu. Dazu gehört, sich hauptsächlich auf das eigene Stadtgebiet zu beschränken. Um die Vergabe des städtischen Busnetzes an ihr Busunternehmen nicht zu gefährden, entschloss sich die Stadt Hanau, die Bedienung zwischen Bruchköbel und Hanau nach Ablauf der Konzession am 31. Mai 2009 zu beenden.

Die KVG und die Stadt Bruchköbel bedauern diesen Entschluss, da beide mit der Bedienqualität der HSB immer sehr zufrieden waren. Letztendlich hat man jedoch für den Entschluss der HSB großes Verständnis gehabt.

„Wir helfen dem neuen Konzessionsinhaber der Linie MKK-33 gerne, bis seine bestellten neuen Busse in Betrieb gehen können“, versichert Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky als HSB-Aufsichtsratsvorsitzender. Er schränkt allerdings ein: „ Das ist in diesem Umfang nur für einen begrenzten Zeitraum möglich.“ Denn spätestens im November 2009 gehen mehrere Fahrer der HSB in Altersteilzeit, so dass die HSB ab diesem Zeitpunkt kein Personal mehr für die Linie MKK-33 bereit stellen kann.

„Diese Unterstützung der Stadt Hanau unterstreicht nochmals die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Hanau und der Stadt Bruchköbel im Bereich Busverkehre in den vergangenen 50 Jahren", stellt Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach fest. Da mit dem neuen Anbieter kein Unbekannter in der Region die Nachfolge der HSB antrete, ist sich Bürgermeister Maibach „sicher, dass der Übergang reibungslos erfolgen wird“. Schließlich fahre mit der Firma Rack einer der drei Konsorten nun schon seit mehreren Jahren die Linie 30 in Bruchköbel und habe sich als Dienstleister rund um den Busverkehr über die Jahre bewährt.

„Die Aufgabe der Linie MKK-33 durch die HSB bedauern wir sehr, aber wir haben großes Verständnis für diese Entscheidung“, äußert sich Volker Rahm, der Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig mbH. „Wir verabschieden einen verlässlichen Geschäftspartner“, so Rahm weiter. Wie gut die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren gewesen sei, zeige sich auch an der Bereitschaft, den neuen Betreiber für einen begrenzten Zeitraum zu unterstützen.

Pressemitteilung vom 26. Mai 2009
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