HSB verhilft 86-Jähriger zu gestohlen geglaubten 500 Euro

Peter Kneffel
Peter Kneffel
In seinen 39 „schönen Jahren“ bei der Hanauer Straßenbahn hat Peter Kneffel einiges erlebt. Jetzt aber, wenige Monate bevor der dann 65-jährige, dienstälteste HSBler im kommenden Juli in Rente geht, weiß er eine „ungewöhnliche Geschichte von gutem Kundenservice und menschlichen Wirrungen zu erzählen“, wie HSB-Geschäftsführer Michael Takatsch findet. Eine Geschichte, die sich über Wochen hingezogen hat und die glücklich ausgegangen ist. Anfang Januar war es, als ein Fahrgast einen HSB-Fahrer in Steinheim auf eine Fundsache im Bus aufmerksam machte: Eine Plastiktüte mit Blutdruck-Medikamenten und 500 Euro in bar. Zwar meldete sich eine HSB-Kundin bei Kneffel in der HSB-Leitstelle sowie im HSB-Kundenzentrum am Freiheitsplatz und fragte, ob sie ihre Medikamente im Bus habe liegen lassen. Aber weder erwähnte sie die 500 Euro noch hatte sie Zeit, wegen eines bevorstehenden Mallorca-Urlaubs die Fundsache am Freiheitsplatz abzuholen, wo sich auch das Fundbüro des städtischen Nahverkehrsunternehmens befindet.

In ihrer Aufregung nannte die 86-Jährige aber ihre Adresse nicht. Um ihr noch vor ihrem Reiseantritt ihre liegen gelassenen Sachen bringen zu können, kamen Kneffel und HSB-Kundenbetreuerin Karin Ebert auf die Idee, die Adresse der Kundin über die Apothekenquittung ausfindig zu machen, die den Medikamenten in der Einkaufstüte beilag. „Die Apotheke wollte mich erst auf den nächsten Tag vertrösten, daraufhin habe ich ihnen die Notlage erklärt“, so Kneffel. Doch als er in Steinheim klingelte, war die Kundin schon nicht mehr erreichbar.
Daraufhin fuhr Kneffel fast täglich nach Steinheim – wochenlang erfolglos. Bis er erfuhr, dass die Kundin erst Ende Februar wieder nach Hause kam. Bis dahin flog der HSB-Mann selbst eine Woche nach Mallorca. Wie sich später herausstellte, lag sein Hotel nur wenige Kilometer von dem Quartier entfernt, in dem die Steinheimerin eine Weile überwinterte. „Hätte ich das gewusst, hätte ich ihr ihre Sachen dort schon bringen können“, findet Kneffel im Nachhinein.

Nach ihrem Urlaub holte die 86-Jährige im Kundenzentrum Freiheitsplatz zwar ihre Medikamente ab. Aber vom Geld sprach sie nicht, nur davon, dass sie am bewussten Tag vor ihrer Abreise nach Mallorca auch bei der Sparkasse gewesen sei.
Ein Beleg über die 500 Euro befand sich in der Einkaufstüte nicht. Um sicher gehen zu können, dass sie Eigentümerin des Geldes war und dafür einen Beleg zu beschaffen, besuchte Peter Kneffel sie zuhause und kam mit ihr überein, ihre Kontoauszüge durchsehen zu dürfen. Tatsächlich fehlte ein Kontoauszug just von dem Tag, als die Plastiktüte im HSB-Bus liegen geblieben war.
Er fuhr mit ihr zur Hauptstelle der Sparkasse. Dort besorgten sie nach Klärung der Lage einen Ersatzbeleg. Es folgte der Weg zum HSB-Kundenzentrum am Freiheitsplatz, wo die HSB Fundsachen verwahrt. Dort klärte Kneffel die Ahnungslose auf: „Sie sind nicht bestohlen worden.“ Denn das hatte sie die ganze Zeit angenommen.
Er übergab einem Freude strahlenden Fahrgast die geklaut geglaubten 500 Euro. Die 86-Jährige ist nun ein Fan der HSB geworden, insbesondere von Peter Kneffel, aber auch von Karin Ebert und Marina Hofmann, den beiden HSB-Kundenbetreuerinnen am Freiheitsplatz.

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