Buch im Bus: mitnehmen, lesen, Lektüre ins Regal stellen

Buch im Bus: mitnehmen, lesen, Lektüre ins Regal stellen
Buch im Bus: mitnehmen, lesen, Lektüre ins Regal stellen
Drei gut genutzte Bücherschränke gibt es in Hanau im öffentlichen Straßenraum, wo Menschen zuhause ausgedienten Lesestoff einsortieren oder aus dem Schrank interessante Lektüre gratis mitnehmen können. Nach diesem Vorbild bietet die Hanauer Straßenbahn (HSB) fortan in drei Bussen mit den Wagennummern 74, 75 und 76 Bücherregale an. Die sind leicht zu finden: nach dem Einstieg vorne gleich auf dem Radkasten hinter der ersten Sitzreihe rechts. Stadtrat Thomas Morlock begrüßt den „kreativen Beitrag der HSB die Lesekultur in Hanau zu fördern“.
Den Start ihres neuen Projekts hat die HSB bewusst gewählt, nämlich parallel zur Mitlese-Aktion „Hanau liest ein Buch“ vom 16. bis 25. August. In diesem Rahmen bietet das städtische Nahverkehrsunternehmen am Freitag, 17. August, um 17 Uhr „Literatur im Omnibus“. Dabei lesen und diskutieren aus und über Susann Pásztors Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“: Dr. Maria Haas-Weber (Vorsitzende des Fördervereins Palliative Patienten-Hilfe Hanau), Kerstin Slowik (Leitung Ambulanter Hospizdienst/Vereinte Martin Luther und Althanauer Hospital Stiftung Hanau), Annette Böhmer (Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst Hanau/Main-Kinzig-Kreis), Stadtrat Morlock und HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte.
Schulte findet es wichtig, das Medium Buch „gerade dort in den Mittelpunkt zu stellen, wo Menschen im Bus eine Zeit lang gemeinsam unterwegs sind“. Er dankte bei einem Treffen in einem der drei Bücherbusse den Vertreterinnen und Vertretern aus einem Netzwerk, das bei dem neuen HSB-Projekt mitwirkt.
Dazu zählt die Stadtbibliothek, deren Leiterin Beate Schwartz-Simon die Idee der Hanauer Straßenbahn gut findet, „weil Bücher erreichbar sein sollen, und das ist in einem Bus zweifelsohne der Fall“. Daniela Graf-Landwehr vom Trägerverein Bibliothek Großauheim sagte weitere Lieferungen mit ausrangierten Büchern für die Regale zu.
Paul Wieczorek, Vorsitzender des Bürgervereins „Südlichter“, will mithelfen, dass die Bindung zum Buch bei Menschen nicht weiter verloren geht. Der Verein betreut seit Jahren den ersten Hanauer Bücherschrank in der Gärtnerstraße und unterstützt die HSB beim Bestücken der Bücherregale.
Dieter Dausien vom Buchladen am Freiheitsplatz stiftete für „Buch im Bus“ nicht nur Ausgaben des Pásztor-Romans, der bei „Hanau liest ein Buch“ im Mittelpunkt steht, sondern auch aktuelle Leseexemplare von Verlagen. Solche will er der HSB für ihre Bücherregale auch weiter zur Verfügung stellen, so dass findige Fahrgäste in den Genuss gerade erst erschienener Bücher kommen können.
Stadtrat Morlock, zugleich HSB-Aufsichtsratsvorsitzender, knüpft an das „Buch im Bus-Projekt“ die Hoffnung, dass „Fahrgäste vielleicht etwas weniger auf ihr Handy schauen und neugierig auf den Lesestoff hinter dem Busfahrer werden“. HSB-Geschäftsführer Schulte hofft auf „viel Interesse, so dass wir rasch neue Bücher in die Regale stellen müssen, um die zu füllen“.
Die Rückgabe von Büchern aus den HSB-Bussen ist keineswegs verpflichtend, da es sich ohnehin um ein Gratis-Angebot handelt. Wer das dennoch will, findet in der RMV-Mobilitätszentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz eine Sammelbox dafür.

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