Vorbereitungen für den neuen Fahrplan 2017 laufen längst

Fahrplanplanung
Fahrplanplanung

In diesem Jahr wechselt der Fahrplan der Hanauer Straßenbahn (HSB) am 11. Dezember. Ihn neu aufzustellen, ist Aufgabe der städtischen Hanau Lokale Nahverkehrsorganisation (HLNO). Die Vorbereitungen dafür sind bereits in vollem Gang. „Die HSB hat schon eine gute Bustaktung. Im Detail kann die aber noch besser werden“, umreißt Verkehrsstadtrat Andreas Kowol das Ziel für die neuen Abfahrtstabellen.
Die Zeiten, als die Busfahrpläne noch mit Hilfe von Excel-Tabellen‎ kalkuliert wurden, sind in Hanau längst vorbei. Vielmehr greifen Karl Seegmüller und Jürgen Heitmann bei der HLNO auf spezielle PC-Programme zurück. Sie können dabei auf der Grundlagenarbeit aufbauen, die sie im Jahr 2014 für den neuen, bis 2017 geltenden Hanauer Nahverkehrsplan geleistet haben.
„Die Linienwege der Busse, die Grundtakte und die Bedienzeiten für die Fahrgäste haben wir seinerzeit aufwändig aufeinander abgestimmt“, erläutert Seegmüller. Entstehe seither im Nachhinein neuer Änderungsbedarf, werde „zum jährlichen Fahrplanwechsel angepasst“.
Als Beispiel nennt Seegmüller eine Zusatzfahrt auf der Linie 4, die im Fahrplan für 2015 vor allem für die Pendlerinnen und Pendler hinzukam. Als zweites die im aktuellen Fahrplan 2016 geänderten früheren Starts der Linie 12 ab Busbahnhof Freiheitsplatz, um die Ankunftszeiten am Bahnhof Steinheim und damit den Übergang zur S-Bahn zu verbessern. Als drittes den im vorigen April hinzugekommenen Halt am Beethovenplatz im morgendlichen Schulbusverkehr für junge Menschen, die zur Otto-Hahn-Schule umsteigen wollen. Und als viertes den Wegfall einer nur ein Jahr angefahrenen Haltestelle an der Westerburgstraße; hier ging die HLNO auf Kundenbeschwerden ein und fährt stattdessen den Versandhandel Schwab wieder direkt an.
Welche Änderungen sind im neuen Fahrplan 2017 zu erwarten? „Wir prüfen derzeit, ob Bedarf für optimierte Busverbindungen nach Ladenschluss um 20 Uhr für die Beschäftigten des Einzelhandels besteht“, antwortet Heitmann. Gebe es entsprechende Rückmeldungen aus der Geschäftswelt, würden diese geprüft oder die HLNO wende sich an die Kreisverkehrsgesellschaft Main-Kinzig, wenn es um Regionalbuslinien geht.
Ein Dauerthema sind anzupassende Fahrzeiten und Verbindungen im Schulbusverkehr. „Hier arbeiten HLNO und HSB eng mit dem Stadtelternbeirat zusammen“, versichert Stadtrat Kowol, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende beider städtischen Gesellschaften.
So klagten Mütter und Väter im vorigen Sommer, dass die Busse der Linie 1 nach Schulschluss mittags überfüllt seien. „Das überprüfen wir nun und schauen die Fahrgaststatistik an, die uns das neue Rechnergestützte Betriebsleitsystem (RBL) der HSB bietet“, erklärt Seegmüller.
Wenn all diese neuen Fahrgastwünsche sich als praxistauglich erweisen, bauen Seegmüller und Heitmann sie in einen Fahrplanvorschlag ein. Die größeren Änderungen müssen im Einklang mit dem Nahverkehrsplan stehen, der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wird. Mit der HSB stimmen sie ab, inwieweit das Fahrplangerüst mit den Dienstplänen der Busfahrer und der Werkstattmitarbeiter zusammenpasst. Anschließend bauen Heitmann und Seegmüller das Fahrplanbuch zusammen, melden die Fahrplandaten an RMV und DB für deren Auskunfts-Plattformen und ziehen aus dem Gesamtgeflecht die Daten für die rund 400 Aushangpläne an 170 Haltestellen im Stadtgebiet heraus.
Stets wiederkehrend sind auch Kundenklagen über zu knappe Anschlüsse an den Bahnhöfen. „Bei Problemen liegt das meist an verspätet ankommenden S-Bahnen oder Regionalzügen“, sagt Stadtrat Kowol.
Für mehr Anschlusssicherheit sollen Zeitpuffer von zwei bis drei Minuten sorgen, die an den Bahnhöfen und am Busbahnhof selbst dann noch Spielraum lassen, wenn es im Busverkehr zu Verzögerungen kommt. „Das legen wir im RBL von vornherein so an“, erläutert Heitmann.
Mit einem weiteren Service wollen HSB und HLNO den Fahrgästen schon im Bus „ein Gefühl von Anschlusssicherheit geben“, wie es der HLNO-Fachmann ausdrückt. Denn in den Anzeige-Displays werden demnächst an wichtigen Umsteigehaltestellen die nächsten Abfahrten für die Anschluss-Verkehrsmittel im RMV angezeigt, wie es Fahrgäste aus S-Bahnen schon kennen.
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