Adhoc Meldung!

22.11.2019

Hanau vom Busfahrerstreik betroffen

Stark eingeschränkter Verkehr bei den Linien 1 , 2, 4, 5, 6, 10. Entfall der Linien 2A, 3, 7, 9, 11, 12. Auch Schulbusse fahren nicht.
Am Samstag, 23.11.2019 wird von ca. 8 bis 16.30 Uhr auf den genannten Linien ein Notverkehr eingerichtet.
Am Sonntag, 24.11.2019 entfallen alle Linien 1 bis 12.
Am Montag, 25.11.2019 wird versucht, auf den genannten Linien von ca. 6 bis 19 Uhr wieder einen Notverkehr aufrecht zu erhalten.

Sterbefall

Hauptfriedhof

Der Hauptfriedhof in Hanau

Beim plötzlichen Tod eines nahen Angehörigen befinden wir uns plötzlich in einer Situation, auf die wir wenig vorbereitet sind. Vielen ist es kaum möglich, einen klaren Gedanken zu fassen. Den Erfordernissen, die diese Situation mit sich bringt, stehen wir ratlos gegenüber und fühlen uns allein gelassen. Welche Formalitäten sind erforderlich? An wen können wir uns wenden?
Mit einer Beschreibung der verschiedenen Grabarten wollen wir Ihnen eine Übersicht der Bestattungsmöglichkeiten geben. Der Friedhof ist ein Ort der Stille, des Abschieds und der Trauer. Er ist aber auch ein Ort der Erinnerung und der Begegnungen. Haben Sie noch Fragen? Gerne sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung Ihnen behilflich.
Bei einem Todesfall haben Sie als Angehöriger die Pflicht, umgehend eine Ärztin/einen Arzt zu verständigen, der die Leichenschau durchführt und den Leichenschauschein ausstellt. Der Ärztin oder dem Arzt müssen Sie das Betreten von Grundstücken und Räumen zur Durchführung der Leichenschau gestatten. Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung wird insoweit eingeschränkt.

Der Todesfall ist spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag beim Standesamt des Ortes, in dem der Tod eingetreten ist, anzuzeigen. Dabei ist der nichtvertrauliche Teil des Leichenschauscheines abzugeben (siehe auch Sterbeurkunde). Als Angehöriger haben Sie die Bestattung zu veranlassen, die frühestens 48 Stunden und nicht später als 96 Stunden nach Eintritt des Todes stattfinden soll. Es gibt die Möglichkeit der Erd-, Feuer- oder Seebestattung. Die Bestattungsart richtet sich nach dem Willen der verstorbenen Person. Ist der Wille der verstorbenen Person nicht bekannt, bestimmen Sie als Angehöriger die Bestattungsart.

Sorgepflichtige Angehörige
Sorgepflichtige Angehörige sind der Ehegatte oder der Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz sowie Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel und Geschwister, Adoptiveltern und -kinder.

Es gelten folgende gesetzliche Grundlagen:
Hessisches Friedhofs- und Bestattungsgesetz
Personenstandsgesetz
In Deutschland besteht Bestattungspflicht. Bei einem Sterbefall sind die Angehörigen (in der gesetzlich geregelten Reihenfolge) des Verstorbenen verpflichtet, für die Bestattung zu sorgen. Sie haben auch die anfallenden Kosten zu tragen, die sie vom Erben des Nachlasses – sofern sie nicht selbst Erben sind – einfordern können.

Sofern die Angehörigen nicht in der Lage sind, die Bestattungskosten zu tragen und der Nachlass des Verstorbenen ebenfalls dazu nicht ausreicht, können die Angehörigen einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten stellen.

Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?

Nachweise des Verstorbenen:
  • Sterbeurkunde
  • Aufstellung und Bewertung des Nachlasses mit Vermögensnachweisen, insbesondere:
  • lückenlose Girokontoauszüge der letzten 3 Monate
  • Sparbücher
  • Geldanlagen
  • Wohneigentum
  • Versicherungssumme von Lebensversicherungen
  • Zeitwert des Kraftfahrzeugs
  • Bausparguthaben und Ähnliches
  • falls vorhanden: Testament oder Erbvertrag
Aufstellung der möglichen Erben und Familienangehörigen des Verstorbenen (Ehegatten, Kinder, Eltern, Geschwister, Enkelkinder, Großeltern oder Partner in eheähnlicher Gemeinschaft, sonstige Erben)
Nachweise des Antragstellers:
  • Erbschein oder Nachweis der Erbausschlagung
  • Kopien über die Art und Höhe des Einkommens der letzten 3 Monate
  • Angaben zu weiteren Angehörigen des Verstorbenen (z.B. im Haushalt lebende Erben und Angehörige des Verstorbenen)
  • Nachweise über die Vermögensverhältnisse
  • Nachweise der monatlichen Belastungen
  • Mietvertrag und letzte Mieterhöhungserklärung des Vermieters (aktuelle Miethöhe)
  • falls der Antrag erst nach der Bestattung gestellt wird: Originalrechnung des Bestattungsinstituts
Was kostet die Dienstleistung?

Welche Kosten im Einzelfall übernommen werden, bestimmt das Sozialamt nach pflichtgemäßem Ermessen.

Die Hilfe ist einkommens- und vermögensabhängig. Für die Kosten der einzelnen Bestattungsbestandteile gibt es festgelegte Höchstbeträge. Darüber hinausgehende Kosten werden vom Sozialamt nicht beglichen.

Üblicherweise werden die Kosten eines einfachen Sargs sowie eines Holzkreuzes übernommen. Über die Ausstattung der Trauerhalle und des Grabes mit Blumen sowie über die Übernahme der Kosten für einen steinernen Grabstein wird im Einzelfall entschieden.

Haben sich die Angehörigen für eine Feuerbestattung entschieden, kann das Sozialamt auch die Kosten für eine Urne übernehmen.

Welche Fristen müssen beachtet werden?

Der Antrag kann vor oder auch noch nach einer Bestattung gestellt werden. Es empfiehlt sich jedoch, den Antrag bereits vor der Bestattung zu stellen oder zumindest die Angelegenheit mit der zuständigen Behörde zu besprechen.

An wen sollte ich mich wenden?
wenn der Verstorbene Sozialhilfe bezogen hat: das Sozialamt, von dem der Verstorbene Sozialhilfe bezogen hat
wenn der Verstorbene keine Sozialhilfe bezogen hat: das Sozialamt des Sterbeortes des Verstorbenen
Kontakt
Die Feuerbestattung ist die häufigste Bestattungsart in Hessen. Die/der Verstorbene wird dabei entweder vor oder nach der Trauerfeierlichkeit mit dem Sarg eingeäschert. Die Beisetzung der Urne erfolgt dementsprechend zu einem späteren Zeitpunkt.

Hat die verstorbene Person die Feuerbestattung ausdrücklich verfügt, so ist diesem Wunsch zu entsprechen, lehnte sie eine Feuerbestattung ab, so ist die Einäscherung unzulässig.

Hinweis:
Eine entsprechende handschriftliche Verfügung kann ganz einfach etwa wie folgt lauten:
 "Ich, (Vor- und Nachname), wünsche nach meinem Tode feuerbestattet zu werden.
Ort, Datum, Unterschrift."
Ist der Wille der verstorbenen Person über die Bestattungsart nicht bekannt, so haben die verantwortlichen Angehörigen diese zu bestimmen. Auch hinsichtlich des Ortes, der Art und der Durchführung der Bestattung sollte, soweit gesetzliche Bestimmungen oder zwingende öffentliche Belange dem nicht entgegenstehen, dem Willen der verstorbenen Person entsprechend gehandelt werden. Ist der Wille des oder der Verstorbenen nicht zu ermitteln, entscheiden auch darüber die für die Bestattung verantwortlichen Angehörigen.
Für Verstorbene ohne Hinterbliebene veranlasst die Gemeinde eine ortsübliche Bestattung.
Tipp:  Die Erledigung des überwiegenden Teils der Formalitäten, inkl. einer pietätvollen Beratung, übernimmt in der Regel das beauftragte Bestattungsunternehmen.
Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?

Bevor die Verbrennung der oder des Verstorbenen stattfinden kann, müssen folgende Unterlagen vorliegen:
  • Leichenschauschein
  • amtliche Sterbeurkunde oder Bescheinigung über die Rückstellung der Beurkundung
  • Bescheinigung über die Zweite Leichenschau
  • Hinweis:  Bei Anhaltspunkten für einen nichtnatürlichen Tod, oder wenn es sich um die Leiche einer unbekannten Person handelt, ist anstelle der Bescheinigung über die Zweite Leichenschau die schriftliche Genehmigung der zuständigen Staatsanwaltschaft erforderlich.
Was kostet die Dienstleistung?
Gebührenordnung

Die Feuerbestattung darf frühestens 48 Stunden nach dem Eintritt des Todes und soll nicht später als 96 Stunden nach dem Eintritt des Todes durchgeführt werden. Samstage, Sonntage und Feiertage werden bei der Fristberechnung ggfs. nicht mitgezählt.

An wen sollte ich mich wenden?
Für die Durchführung der Leichenschau an eine Ärztin/einen Arzt.
Für die Ausstellung der Sterbeurkunde an das zuständige Standesamt.
Für die zweite Leichenschau an eine Ärztin/einen Arzt des für den Sterbeort oder den Ort der Einäscherung zuständigen Gesundheitsamtes oder eine Ärztin/einen Arzt, der an einer Fort- und Weiterbildung mit Erfolg teilgenommen hat, durch die die für die gerichtliche Leichenschau erforderliche Kenntnisse vermittelt werden bzw. an das Krematorium.
  • Für die Verbrennung an das Krematorium
  • Für die Beisetzung der Urne an die Friedhofsverwaltung.
  • Für die Überführung vom Sterbeort zum Friedhof/Krematorium an ein Bestattungsunternehmen.
Was sollte ich sonst noch wissen?
Verfahrensablauf:
Für eine Feuerbestattung ist eine Unbedenklichkeitserklärung zu beantragen. Das Gesundheitsamt des Einäscherungsortes veranlasst die Zweite Leichenschau.
Die Kremierung und die Beisetzung der Urne haben die Angehörigen beziehungsweise das beauftragte Bestattungsunternehmen mit dem Krematorium und der Friedhofsverwaltung zu regeln.

Zu beachtende gesetzliche Pflichten
Die Aschenreste jeder Leiche sind in ein amtlich zu verschließendes Behältnis (Urne) aufzunehmen. Es ist nicht gestattet Teile der Asche zu entnehmen, um sie in einem anderen Behältnis (z.B. sog. „Miniurne“) zu verwahren oder weiter zu verarbeiten. Die Urne ist in einer Urnenhalle, einem Urnenhain, einer Urnenwand, einer Urnengrabstelle oder in einem Grab beizusetzen. Als gesetzliche gestattete Ausnahme von dieser Pflicht ist nur die Seebestattung zulässig. Bei einer Bestattung in den Küstengewässern ist das Recht der Küstenländer, bei einer Bestattung auf Hoher See sind die dort geltenden Rechtsvorschriften zu beachten.
HANAUER FRIEDHÖFE
Orte der Abschiednahme und der Trauer, der Begegnung und des Lebens –
Parkanlagen, die zur Besinnung und zum Verweilen einladen.

Hauptfriedhof
Birkenhainer Straße 2 · 63450 Hanau

Friedhof Kesselstadt
Baumweg · 63454 Hanau

Friedhof Mittelbuchen
Am Kirchberg · 63454 Hanau

Friedhof Klein-Auheim
Seligenstädter Straße · 63456 Hanau

Waldfriedhof Großauheim
Neuwirtshäuser Straße · 63457 Hanau

Friedhof Wolfgang
Aschaffenburger Straße · 63457 Hanau

Friedhof Steinheim-Nord
Herrmann-Ehlers-Straße · 63456 Hanau

Friedhof Steinheim-Süd
Vogelsbergstraße · 63456 Hanau

Jüdischer Friedhof Hanau
Mühltorweg · 63450 Hanau (Grünfläche, keine Bestattungen,
Denkmalschutz, Friedhofsträger: Stadt Hanau)

Jüdischer Friedhof Steinheim
Odenwaldstraße, 63456 Hanau (Friedhofsträger: Landes-
verband der Jüdischen Gemeinden in Hesse
Nachfolgende Angaben sind Auszüge aus der Friedhofs- und Bestattungsordnung der Stadt Hanau und dienen einer ersten Orientierung. Maßgeblich sind ausschließlich die Angaben in der jeweils gültigen Friedhofs- und Bestattungsordnung der Stadt Hanau.

Auf den Friedhöfen werden folgende Arten von Grabstätten zur Verfügung gestellt (nicht auf allen Friedhöfen stehen alle Grabarten zur Verfügung):
  • Erdreihengrabstätten
  • Erdwahlgrabstätten
  • Urnenreihengrabstätten
  • Urnenwahlgrabstätte
  • Rasengrabstätten
  • Baumgrabstätten
  • gärtnerisch betreute Grabfelder
  • Urnenwände (Kolumbarien)
  • Kindergrabstätten
  • Kindergrabmal
Erdreihengrabstätten
Erdreihengrabstätten sind Grabstätten für eine Erdbestattung. Sie werden der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhefrist des zu Bestattenden zugeteilt. Die antragstellende Person wird Nutzungsberechtigte des Erdreihengrabes.
Ein Wiedererwerb des Nutzungsrechts an einer Erdreihengrabstätte ist nicht möglich.
Die vorzeitige Rückgabe des Nutzungsrechts an der Erdreihengrabstätte ist möglich.

Maße der Erdreihengrabstätte
Erdreihengrabstätten werden in einer Länge von 1,80 m und einer Breite von 0,80 m angelegt. Der Abstand zwischen den einzelnen Erdreihengrabstätten beträgt mindestens 0,30 m.
Soweit auf einzelnen Friedhöfen Erdreihengrabstätten mit anderen Grababmessungen angelegt sind, werden diese Maße bis zur vollen Belegung dieser Grabfelder beibehalten.

 
Erdwahlgrabstätten

Erdwahlgrabstätten sind Grabstätten für Erdbestattungen, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 Jahren (Nutzungszeit) verliehen wird. Auf Verleihung eines Nutzungsrechts an einer Erdwahlgrabstätte besteht kein Rechtsanspruch. Der Ersterwerb eines Nutzungsrechts ist nur möglich anlässlich eines Todesfalles. Wünsche des Erwerbers bezüglich der Lage der Erdwahlgrabstätte werden nach Möglichkeit berücksichtigt. Wiedererwerb oder Verlängerung sind nur auf Antrag möglich. Ein Rechtsanspruch auf Verlängerung oder Wiedererwerb besteht nicht.

Unter einem Wiedererwerb eines Nutzungsrechtes an einer Erdwahlgrabstätte ist die Einräumung einer weiteren Nutzungszeit zu verstehen.
Der Wiedererwerb des Nutzungsrechtes kann zwischen 5 und 20 Jahren betragen. Die aus dem Wiedererwerb resultierende gesamte Nutzungsdauer kann jedoch 20 Jahre im Einzelnen nicht überschreiten.

Es werden ein- und mehrstellige Erdwahlgrabstätten abgegeben. Nach Ablauf der Ruhefrist einer Leiche kann in der betreffenden Grabstelle eine weitere Beisetzung erfolgen, wenn die restliche Nutzungszeit die Ruhefrist erreicht oder das Nutzungsrecht wiedererworben bzw. mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhefrist verlängert worden ist.

Das Nutzungsrecht entsteht mit Aushändigung der Beleihungsurkunde. Die oder der Nutzungsberechtigte hat das Recht auf Beisetzung nach seinem Ableben sowie im Falle des Erwerbs einer mehrstelligen Erdwahlgrabstätte das Recht auf Beisetzung ihrer oder seiner verstorbenen Angehörigen in dem Erdwahlgrab.
Angehörige im Sinne dieser Bestimmung sind:
1. Ehegatten,
2. Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz
3. Verwandte auf- und absteigender Linie, angenommene Kinder und Geschwister,
4. Ehegatten und Lebenspartner der unter Abs. 4 Nr. 3 bezeichneten Personen,
5. nicht unter Abs. 4, Nr. 1-4 fallende sonstige Erben.
Die Beisetzung anderer Personen in dem Erdwahlgrab bedarf der Einwilligung der Stadt Hanau.

Das Nutzungsrecht an einer Erdwahlgrabstätte kann nur mit Einwilligung der Stadt Hanau und nur auf Angehörige im Sinne des § 23 Abs. 4 übertragen werden.

Die Erwerberin oder der Erwerber einer Erdwahlgrabstätte soll für den Fall ihres oder seines Ablebens ihre Nachfolgerin oder seinen Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen. Diese oder dieser ist aus dem in § 23 Abs. 4 aufgeführten Personenkreis zu benennen. Wird keine Regelung getroffen oder verzichtet eine bestimmte Person, so geht das Nutzungsrecht in der in § 23 Abs. 4 genannten Reihenfolge auf die Angehörigen der verstorbenen Erwerberin oder des verstorbenen Erwerbers über. Innerhalb der einzelnen Gruppen wird jeweils die oder der Älteste nutzungsberechtigt. Das gleiche gilt beim Tod einer oder eines Nutzungsberechtigen, auf den das Nutzungsrecht früher übergegangen war.
Jede Person, auf die ein Nutzungsrecht übergeht, kann durch Erklärung gegenüber der Stadt Hanau auf das Nutzungsrecht verzichten.

Das Recht auf Beisetzung in einer Erdwahlgrabstätte läuft mit der Nutzungszeit ab.

Während der Nutzungszeit darf eine Beisetzung jedoch nur stattfinden, wenn die Ruhefrist für diese Beisetzung die Nutzungszeit nicht übersteigt oder das Nutzungsrecht wiedererworben bzw. mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhefrist für diese Beisetzung verlängert worden ist.

Das Nutzungsrecht kann entschädigungslos entzogen werden, wenn die Grabstätten nicht den Vorschriften dieser Friedhofsordnung entsprechend angelegt sind oder ihre Pflege vernachlässigt wird. In diesen Fällen erfolgt eine einmalige schriftliche Aufforderung an die Nutzungsberechtigten. Sind die Nutzungsberechtigten unbekannt oder nicht zu ermitteln, genügt eine befristete Aufforderung durch eine öffentliche Bekanntmachung. In solchen Fällen verbleiben die bereits Bestatteten bis zum Ablauf der Ruhefrist in der Grabstätte; eine Neubelegung während dieser Zeit erfolgt nicht. Grab- und Grabmalanlagen gehen mit dem Entzug des Nutzungsrechtes in das Eigentum der Stadt Hanau über.

Die Nutzungsberechtigten können auf ihr Recht an noch unbelegten Wahlgrabstellen und Wahlgrabstellen an denen die Ruhefrist abgelaufen ist verzichten. Der Verzicht ist unter Rückgabe der Beleihungsurkunde schriftlich zu erklären. Eine anteilsmäßige Rückzahlung im Falle des Verzichtes auf das Nutzungsrecht wird nicht gewährt. Die auf der Grabstelle befindlichen Grab- und Grabmalanlagen gehen entschädigungslos in das Eigentum der Stadt Hanau über. Die Kosten für die Beseitigung können dem Nutzungsberechtigten in Rechnung gestellt werden.
Die Nutzungsberechtigten können auf ihr Recht an bereits belegten Wahlgrabstellen, bei denen noch eine Ruhefrist besteht, verzichten. Die Regelungen des § 23 Abs. 9 gelten entsprechend. Die vorzeitige Rückgabe des Nutzungsrechtes an bereits belegten Grabstellen mit laufender Ruhefrist ist möglich.

Maße der Erdwahlgrabstätten
Einstellige Erdwahlgrabstätten werden in einer Länge von 2,50 m und einer Breite von 0,95 m angelegt. Der Abstand zwischen den einzelnen Erdwahlgrabstätten beträgt mindestens 0,30 m. Für jede weitere Grabstelle erhöht sich die Breite um 1,25 m.
Urnenreihengrabstätten
Formen der Aschenbeisetzung
Aschen dürfen beigesetzt werden in:
a) Urnenreihengrabstätten,
b) Urnenwahlgrabstätten,
c) Erdwahlgrabstätten,
d) Rasengrabstätten,
e) Baumgrabstätten,
f) gärtnerisch betreuten Grabfeldern,
g) Urnenwänden (Kolumbarien).

In den Grabarten a) bis f) können Aschenurnen nur unterirdisch beigesetzt werden.

Urnenreihengrabstätten sind für Urnenbestattungen bestimmte Grabstätten, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhefrist zur Beisetzung einer Aschenurne abgegeben werden.

Maße von Urnenreihengrabstätten
Urnenreihengrabstätten haben eine Länge von 1,00 m und eine Breite von 0,80 m. Der Abstand zwischen den einzelnen Urnenreihengrabstätten beträgt mindestens 0,30 m.

Urnenwahlgrabstätte

Urnenwahlgrabstätten sind für Urnenbestattungen bestimmte Grabstätten, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 20 Jahren (Nutzungszeit) verliehen wird. In einer Urnenwahlgrabstätte können bis zu 4 Urnen beigesetzt werden.

Maße von Urnenwahlgrabstätten
Urnenwahlgrabstätten haben eine Länge von 1,20 m und eine Breite von 1,00 m. Der Abstand zwischen den einzelnen Urnenwahlgrabstätten beträgt mindestens 0,30 m.
Rasengrabstätten
Beisetzungen von Aschenresten sind auf besonders ausgewiesenen Flächen in der Rasenfläche möglich.
Rasengrabstätten haben eine Länge von 0,50 m und eine Breite von 0,50 m.
Das Nutzungsrecht an Rasengrabstätten wird für die Dauer von 20 Jahren verliehen. Ein Wiedererwerb des Nutzungsrechtes an einer Rasengrabstätte ist möglich.

Die Grabstätte kann nicht gärtnerisch hergerichtet werden. Nach erfolgter Beisetzung wird die Grabstätte geschlossen und Rasen eingesät. Auch Blumenzwiebeln und sonstige sich zurückziehende Pflanzen sind hier nicht zulässig.

Es erfolgt keine Einzelgrabkennzeichnung. Einen Hinweis auf die Verstorbene / den Verstorbenen kann von der bzw. dem Nutzungsberechtigten mittels eines kleinen Metallschildes an der dafür vorgesehenen Stelle erfolgen. Die Namensschilder auf denen der Vor- und der Nachname sowie Geburts- und Sterbedatum vermerkt sind, sind, um eine einheitliche Darstellung gewährleisten zu können, über die Stadt Hanau zu beziehen. Sie werden von der Stadt Hanau angebracht.

Die Anlage und Pflege der Grabstätte obliegt ausschließlich der Stadt Hanau. Pflegeeingriffe sind insbesondere zulässig, soweit dies aus Gründen der Verkehrssicherheit geboten ist. Ansonsten soll die Rasenfläche nicht untergliedert oder verschiedentlich gestaltet sein.

 
BaumgrabstättenBestattungen von Aschenresten sind an besonders ausgewiesenen Bäumen im Wurzelbereich der Bäume möglich.
An jedem Baum für Baumbestattungen befinden sich 4 Urnengrabstätten in denen jeweils bis zu 4 Urnen beigesetzt werden können.
Das Nutzungsrecht an Baumgrabstätten wird für die Dauer von 20 Jahren verliehen. Ein Wiedererwerb bzw. eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist möglich.
Das Ablegen von Grabgestecken, Blumengebinden o. ä. ist nur im Rahmen der Beisetzung gestattet. Im weiteren Verlauf der Nutzung der Grabstätte ist es untersagt, jegliche Grabbeigaben abzulegen. Vor allem Kerzen (Grablichter), auch in Grablaternen, sind hier nicht gestattet.
Es ist untersagt, die Bäume zu bearbeiten, zu schmücken oder in sonstiger Weise zu verändern oder Grabbeete anzulegen.
Die Kennzeichnung der Baumgrabstätte erfolgt durch die Stadt Hanau, in Form von Metallschildern auf einem Natursteinsockel. Die Namensschilder auf denen die Vor- und Nachnamen, sowie Geburts- und Sterbedaten vermerkt sind, sind, um eine einheitliche Darstellung gewährleisten zu können, über die Stadt Hanau zu beziehen. Sie werden von der Stadt Hanau angebracht.

Ausgenommen von der Regelung nach Abs. 6 sind der Hauptfriedhof und der Waldfriedhof Großauheim. Die Kennzeichnung der Baumgrabstätte erfolgt hier durch den / die Nutzungsberechtigten mit einem Stein der maximalen Größe von 0,60 x 0,50 m und einer Höhe von 0,50 m, auf dem Namen, Vornamen, Geburts- und Sterbejahr eingraviert oder aufgesetzt werden können. Pro Baumgrabstätte ist nur ein Gedenkstein zulässig.

Die Anlage und Pflege der Grabstätten obliegt ausschließlich der Stadt Hanau. Pflegeeingriffe sind insbesondere zulässig, soweit dies aus Gründen der Verkehrssicherheit geboten ist.

Die vorzeitige Rückgabe des Nutzungsrechts an einer belegten Baumgrabstätte mit laufender Ruhefrist ist möglich.

 
Auf besonders ausgewiesenen Grabfeldern ist der Erwerb einer Grabstätte nur in Verbindung mit einem Dauergrabpflegevertrag über die Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen möglich.
Hier werden sowohl Urnenreihen- als auch Urnenwahlgrabstätten in einem Gesamtdienstleistungspaket angeboten. Der Treuhandvertrag umfasst neben allen anfallenden Friedhofs- und Bestattungsgebühren auch die Grabbepflanzung und Grabpflege über die Dauer der Nutzungszeit, sowie eine Grabplatte oder Grabstein. Die Leistungen werden von auf Hanauer Friedhöfen zugelassenen Gartenbau- und Steinmetzbetrieben erbracht und von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH kontrolliert. Die Abrechnung erfolgt direkt über die Treuhandstelle.

 
Diese ganz besondere Art der Urnenbestattung, die in oberirdischen Kammern erfolgt. Sie Kolumbarioensind für die Belegung mit einer oder zwei Urnen ausgelegt. Eine stilvolle Schmuckplatte bietet Platz für Inschriften und verschließt die Kammer dauerhaft. Bei Kolumbarien  (Urnenwänden) ist zudem keine Grabpflege erforderlich.

An den Urnenkammern wird ein Nutzungsrecht für 20 Jahre verliehen. Die Ruhefrist ist bei jeder Aufnahme einer Urne zu wahren. Die Verlängerung bzw. der Wiedererwerb des Nutzungsrechtes an der Urnenkammer ist möglich.
Nach Ablauf der Nutzungsfrist werden die Aschenreste und ihre Behältnisse in einer Gemeinschaftsgrabstelle dem Erdboden einverleibt.
Die Urnenkammer ist mit einer 3 cm starken Platte dauerhaft zu verschließen, die von der Stadt Hanau vorgegeben ist und zur Aufnahme der Inschrift der Verstorbenen dient.
Die Anlage und Pflege obliegt ausschließlich der Stadt Hanau. Vor der Urnenkammer dürfen nur Sargauflagen sowie Kränze nach der Trauerfeier abgelegt werden, die nach Verwelken von den Angehörigen entsorgt werden müssen. Geschieht dies nicht, so kann die Stadt Hanau die Blumen und Kränze ohne Ankündigung beseitigen. Blumenschalen oder andere Gestecke / Gegenstände dürfen nicht vor den Urnenkammern abgestellt werden, sondern nur an der dafür vorgesehenen Stelle.

 
Kindergrabstätten sind Grabstätten für die Erdbestattungen von Föten, totgeborenen Kindern und Kindern unter 5 Jahren, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die Dauer von 15 Jahren (Nutzungszeit) verliehen wird.
Auf Verleihung eines Nutzungsrechts an einer Kindergrabstätte besteht kein Rechtsanspruch. Eine Weiterbeleihung nach Ablauf der Ruhefrist ist möglich. Die Weiterbeleihung kann zwischen 5 und 15 Jahren betragen. Ein Rechtsanspruch auf Verlängerung oder Wiedererwerb besteht nicht.
Die vorzeitige Rückgabe des Nutzungsrechtes an einer Kindergrabstätte mit laufender Ruhefrist ist möglich.

Maße von Kindergrabstätten
Kindergrabstätten haben eine Länge von 1,00 m und eine Breite von 0,50m. Der Abstand zwischen den einzelnen Kindergrabstätten beträgt mindestens 0,30 m.
Kindergrabmal
Ein eigens dafür ausgewiesenes Grabfeld, das Kindergrabmal, ist als künstlerisch gestaltete Anlage mit einem „Tor zu einer anderen Welt“, dem „Weg der Erinnerung“ und dem „Gemeinschaftlichen Grablicht“ als gemeinsamer Raum mit Sternen zum Gedenken an die Bestattungen geschaffen worden. Hier können nicht bestattungspflichtige Kinder gemeinschaftlich oder individuell beigesetzt werden. Es ist in seiner Schlichtheit ein würdiger Ort der Erinnerung und des Gedenkens.
Die gemeinschaftlichen Beisetzungen werden durch die Hanauer Krankenhäuser veranlasst.
Bei der gemeinschaftlichen Beisetzung wird der links neben der Grabstätte befindliche schlichte Grabstern mit dem Beisetzungsmonat gekennzeichnet. Eine namentliche Nennung ist auf einzelnen Pflastersteinen des „Weges der Erinnerung“ möglich. Dazu kann entweder ein Schildchen über die Stadt Hanau bezogen werden oder ein Pflasterstein von einem Steinmetz beschriftet werden.

Individuelle Beisetzungen ziehen die Pflicht nach sich, den links neben der Grabstätte befindlichen schlichten Grabstern beschriften lassen. Die Beschriftung soll spätestens drei Monate nach der Beisetzung erfolgen und fachgerecht durch einen Steinmetzbetrieb ausgeführt werden

Ein Nutzungsrecht an einzelnen Grabstätten wird nicht vergeben. Die Lage der Grabstätte wird von der Stadt Hanau vorgegeben.

Die Sarggröße soll eine Länge von 0,50 m und eine Breite von 0,30 m, sowie eine Tiefe von 0,30 m nicht überschreiten.

Im Kindergrabmal ist es nicht zulässig einzelne Grabanlagen herzurichten. In ihrer Schlichtheit unterliegt die gesamte Anlage der Unterhaltung und Pflege durch die Stadt Hanau.

Das Kindergrabmal Hanau ist eine Grab- und Gedenkstätte: Einmal im Vierteljahr findet an jedem ersten Mittwoch eine gemeinschaftliche Beisetzung für alle nicht bestattungspflichtigen Kinder des Klinikum Hanau und des St. Vinzenz-Krankenhaus zusammen um 15 Uhr statt. Gemeinsame Beisetzungstermine mit dem Klinikum Hanau und dem St. Vinzenz-Krankenhaus sind im Januar, April, Juli und Oktober.

Die Selbsthilfegruppe "Himmelslichter Hanau" wurde im Juni 2008 gegründet. Die Selbsthilfegruppe besteht insbesondere aus betroffenen Eltern, sowie Angehörigen und Freunden, deren Kinder während oder kurz nach der Schwangerschaft verstorben sind.
Himmelslichter Hanau
Seitzsche Kapelle
Bei der Seitzschen Kapelle* handelt es sich um eine neu - romanische und unter Denkmalschutz stehende Ruhestätte auf dem Hanauer Hauptfriedhof. Die älteste Bestattung in dem malerischen Grufthaus fand im Jahr 1909 statt. Die Beisetzung im innenliegenden Kolumbarium bietet eine besondere und einmalige Art der Verabschiedung und des Andenkens.

Die Seitzsche Kapelle wurde im Innenbereich umfassend neugestaltet. So wurden Fußboden und Wände erneuert, eine stimmungsvolle Beleuchtung installiert und eine Heizung integriert. Die Ruhestätte ist für die Allgemeinheit nicht zugänglich. Der Zutritt zur Urnenkammer ist den Angehörigen vorbehalten. Hierfür erhält jeder Berechtigte bei Erwerb des Nutzungsrechts einen entsprechenden Schlüssel. Für mobi - litätseingeschränkte Personen ist eine bewegliche Rampe als barrierefreier Zugang vorhanden. Die Urnenwände des Kolumbariums bieten Platz für ins - gesamt 48 Urnenkammern zur Aufnahme von 96 Schmuckurnen in separaten Gedenknischen.

Anstatt Kerzen werden in den Gedenknischen der jeweiligen Kammern energiesparende LED-Leuchten verwendet. Wir bitten davon abzusehen, Blumenschalen und Gestecke in den Gedenknischen sowie in der Kapelle abzustellen. Kränze, Blumenschalen, Gestecke sowie Sargauflagen können an einer speziell hierfür vorgesehenen Ablagefläche vor der Kapelle abgelegt werden.
Der Hauptfriedhof Hanau in der Birkenhainer Str. 2 ist verkehrstechnisch gut erreichbar durch die direkte Anbindung zur Autobahn und zum Hauptbahnhof. Vor Ort befinden sich die Friedhofsverwaltung, das Standesamt sowie das Krematorium.

In Hanau ist das erste Krematorium im Jahr 1936 auf dem Gelände des Hauptfriedhofs errichtet worden. 1993 wurde es still gelegt. Sieben Jahre später beschloss die Stadt, Die Anlage komplett zu sanieren und im Zuge dessen neueste Technik unter Berücksichtigung der gesetzlichen Umweltauflagen einzubauen.

Seit Januar 2003 ist das Krematorium in den Kellergeschossen der denkmalgeschützten Trauerhallte auf dem Hanauer Hauptfriedhof wieder in Betrieb. Zum Einzugsgebiet des Krematoriums zählen neben Hanau alle umliegenden und angrenzenden Städte und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises.

Nach Absprache bietet dass Hanauer Krematorium kurzfristige Kremierungstermine an:

Nach Freigabe durch den Amtsarzt erfolgt die Bereitstellung der Urne innerhalb von 3 Tagen.

Die Gerichtsmedizin macht die zweite Leichenschau und nicht mehr der Amtsarzt.

An wen sollte ich mich wenden?

An die Friedhofsverwaltung
Für die Überführung einer Leiche ins Ausland wird ein Leichenpass benötigt.
Auch für die Überführung einer Leiche von Hessen in andere Bundesländer ist ein Leichenpass erforderlich, wenn deren Rechtsvorschriften für die Beförderung oder Bestattung der Leiche einen Leichenpass benötigen.

Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?
  • Sterbeurkunde oder Bescheinigung über die Rückstellung der Beurkundung
  • Leichenschauschein
  • Bescheinigung über die ordnungsgemäße Einsargung durch das Bestattungsunternehmen
  • Bescheinigung des Bestattungsunternehmens, dass die Beförderung mit einem zur Leichenbeförderung bestimmtes Fahrzeug durchgeführt wird.
gegebenenfalls schriftliche Vollmacht für das beauftragte Bestattungsunternehmen
bei Anhaltspunkten für einen nichtnatürlichen Tod oder bei der Leiche einer unbekannten Person:
  • Genehmigung der Staatsanwaltschaft oder des Amtsgerichts
  • ärztliche Bescheinigung des Gesundheitsamtes, wonach gegen die Beförderung der Leiche keine Bedenken bestehen, sofern der Verstorbene an einer meldepflichtigen Krankheit nach dem Infektionsschutzgesetz gelitten hat
Was kostet die Dienstleistung?
Für die Ausstellung eines Leichenpasses fällt eine Gebühr von 28,00 Euro an.
Ein Team von sorgfältig ausgewählten und gut geschulten Hospizhelferinnen und Hospizhelfern bietet ambulante Begleitung von Schwerkranken, Sterbenden und deren Angehörigen nach den Bedürfnissen und Nöten des Einzelnen.
Die Hilfe erfolgt unabhängig von Konfession und Glauben, wird ehrenamtlich, vorwiegend in der häuslichen Umgebung des Betroffenen geleistet und versteht sich als Ergänzung zu bestehenden Einrichtungen. Pflegeversicherungsleistungen sind nicht möglich. Wir arbeiten eng zusammen mit dem Palliativ-Team Hanau sowie dem stationären Hospiz „Louise de Marillac“.
Hilfen können z.B. sein:
  • regelmäßige Besuche beim Schwerkranken,
  • Betreuung des Kranken zur Entlastung pflegender Angehöriger
  • Offenheit für Gespräche auch spiritueller Natur
  • Sitzwachen in der Nacht in kritischen Phasen
  • Vermittlung von stationären und ambulanten Einrichtungen
  • Palliativ-Beratung

An wen sollte ich mich wenden?
Arbeitsgemeinschaft Hospizdienst (AGH)
Im Bangert 4
63450 Hanau
Tel: 06181/92335-31 (Hospiztelefon)

Hospiztelefon:
Der Anrufbeantworter wird regelmäßig abgehört, ein Rückruf erfolgt i. d. R. innerhalb von 24 h.
www.hospizdienst-hanau.de
 
Der Tod eines Menschen muss beim Standesamt angezeigt werden.
Die Anzeigepflicht trifft bei Sterbefällen in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen den Träger der Einrichtung. Ansonsten sind zur Anzeige eines Sterbefalles in nachstehender Reihenfolge verpflichtet
jede Person, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat,
die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat,
 jede andere Person, die bei dem Tod zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigener Wissenschaft unterrichtet ist. (Dazu gehören auch die Bestatter, die nach den Kliniken in der Regel die Anzeige übernehmen.)

Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?
Generell wird von allen verstorbenen Personen der Personalausweis oder der Reisepaß benötigt, sowie die nachfolgend aufgeführten Urkunden.
Ledige Personen:
  • Geburtsurkunde
  • Bei Verstorbenen die im Ausland geboren wurden, wird
  • zusätzlich noch eine deutsche Übersetzung benötigt.
Verheiratete Personen:
  • Heiratsurkunde
  • Bei Eheschließungen bis 31.12.1957 in den alten
  • Bundesländern oder bei Eheschließung in den neuen
  • Bundesländern bis 02.10.1990.
  • War die Eheschließungen im Ausland wird zusätzlich noch eine deutsche Übersetzung benötigt.
O d e r
  • Familienbuchabschrift
  • Bei Eheschließungen ab 01.01.1958 in den alten
  • Bundesländern oder bei Eheschließung in den neuen
  • Bundesländern ab 03.10.1990.
Verwitwete Personen:
Heiratsurkunde (s.o.)
u n d
Sterbeurkunde des verstorbenen Ehegatten

O d e r

Familienbuchabschrift (s.o.)
mit Sterbevermerk des Ehegatten

Geschiedene Personen:

Heiratsurkunde (s.o.)
u n d
Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk

O d e r

Familienbuchabschrift (s.o.)
mit Scheidungsvermerk
Verstorbene die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben:

Bei Verstorbenen die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, werden für die Beurkundung folgende Urkunden benötigt:

Geburtsurkunde
Bei Verstorbenen die im Ausland geboren wurden, wird
zusätzlich noch eine deutsche Übersetzung benötigt.

o d e r

Familienbuchabschrift der Eltern
In Einzelfällen können weitere Urkunden bzw. Unterlagen erforderlich sein.
Für die Eintragung eines akademischen Grades ist der Nachweis dessen in Form einer Urkunde erforderlich

Welche Fristen müssen beachtet werden?

Ein Sterbefall ist spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag beim zuständigen Standesamt anzuzeigen.

An wen sollte ich mich wenden?

Wenn weder die Klinik noch der Bestatter die Anzeige vornimmt, wenden Sie sich an das Standesamt.

Hauptfriedhof
 
Ordnungsgemäß ausgestellte Sterbeurkunden aus dem Ausland werden in Deutschland grundsätzlich anerkannt. Eine Pflicht zur Nachbeurkundung besteht nicht.
Der nachträgliche Eintrag in das Sterberegister kann jedoch von Vorteil sein, weil Ihnen das hiesige Standesamt dann eine deutsche Sterbeurkunde ausstellen kann. Etwaige Übersetzungen und Beglaubigungen der ausländischen Sterbeurkunde entfallen somit zukünftig.

Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?
  • ausländische Sterbeurkunde mit Übersetzung, gegebenenfalls mit Legalisation/Apostille
  • Personalausweis oder Reisepass der antragstellenden Person (oder ein anerkanntes Ersatz-Personaldokument)
  • Dokumente der oder des Verstorbenen:
  • Nachweis des Familienstandes (zum Beispiel durch Eheurkunde, Scheidungsurteil)
  • Geburtsurkunde
War der oder die Verstorbene eingebürgert, asylberechtigt, staatenlos, heimatloser Ausländer oder Flüchtling zusätzlich:
  • Einbürgerungsurkunde oder Nachweis des Sonderstatus
Darüber hinaus kann die Vorlage weiterer Urkunden erforderlich sein – erkundigen Sie sich darüber bitte vorab im Standesamt.
Was kostet die Dienstleistung?

Beurkundung im Sterberegister: 42,00 Euro
Sterbeurkunde / beglaubigter Ausdruck aus dem Sterberegister: 11,00 Euro (bei gleichzeitiger Bestellung jedes weitere Exemplar 5,00 Euro)
Durch weitere Leistungen wie etwa das Erteilen einer Apostille oder durch Übersetzungen können Ihnen weitere Kosten entstehen.
An wen sollte ich mich wenden?
An das Standesamt am letzten deutschen Wohn- oder Aufenthaltsort der verstorbenen Person oder am deutschen Wohn- oder Aufenthaltsort der Antragsberechtigten (zum Beispiel deutscher Aufenthaltsort der Kinder der im Ausland verstorbenen Person)
In allen anderen Fällen:

Standesamt I in Berlin
Schönstedtstr. 5
13357 Berlin (Mitte)
Tel.: + 49 30 - 90 269-5000
Fax: + 49 30 - 90 269-5245

Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di: 09:00 - 12:00 Uhr
Mi: geschlossen
Do: 14:00 - 17:00 Uhr
Fr: geschlossen

Kontakt
 
Jeder Sterbefall muss dem Standesamt der Gemeinde angezeigt werden, in dessen Zuständigkeitsbereich der Tod eintrat. Eine Sterbeurkunde kann ausgestellt werden, sobald der Sterbefall im Sterberegister beurkundet wurde.
Wichtig ist die Sterbeurkunde beispielsweise für die Bestattung und ihre Vorbereitung (so etwa für die Einsargung und Überführung) sowie für die Nachlassabwicklung. Um gesetzliche oder private Versicherungsleistungen in Anspruch zu nehmen, wird ebenfalls eine Sterbeurkunde benötigt.

Welche Unterlagen müssen mitgebracht werden?
  • Personalausweis oder Reisepass
  • bei Abholung durch einen Vertreter: schriftliche Vollmacht der berechtigten Person, deren Ausweis (Original oder beglaubigte Kopie) und der eigene Ausweis
  • für andere Personen, wie nähere Verwandte, ein Nachweis des rechtlichen Interesses
  • Todesbescheinigung (Leichenschauschein)
Was kostet die Dienstleistung?
Sterbeurkunde (erstes Exemplar): 11,00 Euro
Ausstellung für die gesetzliche Rentenversicherung oder für das Sozialamt: kostenfrei

mehrsprachige Urkunden für die Verwendung im Ausland (erstes Exemplar): 11,00 Euro
weitere Exemplare der jeweils gleichen Art (bei gleichzeitiger Beantragung): je 5,50 Euro
Sterbebescheinigung (Bestattungsschein): gebührenfrei

An wen sollte ich mich wenden?
Das Standesamt, das den Sterbefall beurkundet hat.
Kontakt
 
§ 10 Bestattungen (Friedhofs- und Bestattungsordnung)

(1) Jede Bestattung ist unverzüglich nach Eintritt des Todes bei der Stadt Hanau unter Vorlage der erforderlichen Unterlagen anzumelden.
(2) Wird eine Bestattung in einer vorher erworbenen Wahlgrabstätte beantragt, ist das Nutzungsrecht nachzuweisen.
(3) Ort und Zeitpunkt der Bestattung werden durch die Stadt Hanau festgelegt. Dabei werden Wünsche der für die Bestattung sorgepflichtigen Personen nach Möglichkeit berücksichtigt.

(4) Bestattungen finden in der Regel statt:
a) montags bis donnerstags in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr
b) freitags in der Zeit von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

(5) Daneben sind Bestattungen zu besonderen Zeiten möglich:
a) montags bis donnerstags in der Zeit nach 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
b) freitags in der Zeit nach 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
c) samstags in der Zeit von 9.00 Uhr bis 15.00 Uhr

(In Großauheim, Wolfgang, Steinheim-Nord, Steinheim-Süd und Klein-Auheim finden montags und mittwochs grundsätzlich keine Bestattungen statt)
Welche rechtlichen Grundlagen sind zu beachten?

Grundlage bildet die Hanauer Friedhofs- und Bestattungsordnung sowie die Friedhofsgebührenordnung. Diese finden Sie auf den Seiten des Hanauer Stadtrechts:
 
Die Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrages ist dann sinnvoll, wenn größere Werte auf dem Spiel stehen, die Nachfolge eines gewerblichen Unternehmens geregelt werden muss oder eine Verteilung des Nachlasses unter einer Vielzahl gesetzlicher Erben vermieden werden soll.
Ein Testament kann vor einem Notar errichtet werden, dann spricht man von einem öffentlichen Testament. Oder es wird eigenhändig geschrieben und unterschrieben, dann handelt es sich um ein eigenhändiges Testament.
Durch die besondere amtliche Verwahrung von Testamenten und Erbverträgen beim Nachlassgericht soll ihre sichere Aufbewahrung bis zum Tod und ihre schnelle Auffindung nach dem Tod des Erblassers / der Erblasserin gewährleistet werden.
Notarielle Testamente werden unmittelbar von dem beurkundenden Notar / der beurkundenden Notarin bei dem Nachlassgericht in die besondere amtliche Verwahrung gegeben.
Der Verwahrungsort für eigenhändige Testamente wird von dem Erblasser / der Erblasserin frei gewählt. Zur Sicherung des Auffindens kann sich der Erblasser / die Erblasserin auch für die besondere amtliche Verwahrung bei einem Nachlassgericht entscheiden.
Erbverträge können in die besondere amtliche Verwahrung gegeben oder bei dem Notar / der Notarin verwahrt werden.
Nach dem Tod des Erblassers / der Erblasserin ist jedes Testament, das sich nicht bereits in besonderer amtlicher Verwahrung befindet, unverzüglich an das Nachlassgericht abzuliefern.

Das Nachlassgericht eröffnet sämtliche Verfügungen von Todes wegen, sobald es vom Tod des Erblassers / der Erblasserin Kenntnis erlangt. Allen Verfahrensbeteiligten werden die sie betreffenden Inhalte der Verfügungen von Todes wegen bekannt gegeben.

Was kostet die Dienstleistung?

Für die besondere amtliche Verwahrung und die Eröffnung der Verfügungen von Todes wegen fallen Gebühren nach dem Gesetz über Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (GNotKG) an, die sich nach dem Wert des Nachlasses richten.

An wen sollte ich mich wenden?

An einen Notar / eine Notarin oder ein Nachlassgericht (Amtsgericht).

Das für Ihren Ort und Ihr Anliegen zuständige Gericht finden Sie im Orts- und Gerichtsverzeichnis, das der Bund und die Länder gemeinsam pflegen.